Es gibt einen roten Faden, der drei Brüder, ein legendäres Nashorn und einen Vater namens Giuseppe, von allen „Pin“ genannt, miteinander verbindet. Daraus entsteht ein Wein, der die Kraft der Barbera und die Eleganz des Nebbiolo in einem einzigen, mitreißenden Schluck vereint. Wir befinden uns in Castagnole delle Lanze und Montegrosso d'Asti, an der Grenze zwischen den Hügeln der Langhe und des Monferrato. In dieser Region sind die Böden reich an Kalk, Ton und marinen Sandablagerungen. Das gut belüftete Klima sorgt für ideale Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, die eine hohe Aromenkonzentration in den Trauben begünstigen. Genau hier wurde La Spinetta dank des Engagements von Giuseppe Rivetti und seiner Frau Lidia gegründet. Später machten ihre Söhne Carlo, Bruno und Giorgio das Weingut zu einer weltweit anerkannten Größe. Das ikonische Nashorn von Dürer auf dem Etikett symbolisiert den Stolz und die Beharrlichkeit der Familie bei der biologischen Bewirtschaftung ihrer Weinberge. Pin besteht zu 65 % aus Nebbiolo und zu 35 % aus Barbera. Der Nebbiolo bringt seine solide Struktur, elegante Tannine und ein hervorragendes Reifepotenzial mit. Die Barbera ergänzt ihn mit ihrer lebendigen Säure, saftigen Fruchtigkeit und angenehmen Geschmeidigkeit. Gemeinsam schaffen sie ein harmonisches und ausgewogenes Zusammenspiel. Die Maischestandzeit und die alkoholische Gärung erfolgen über einen durchschnittlichen Zeitraum von 14 bis 15 Tagen in temperaturkontrollierten Tanks. Anschließend durchläuft der Wein die malolaktische Gärung in bereits zwei- und dreimal verwendeten Fässern aus französischer Eiche. Darin reift er anschließend zwölf Monate, bevor er weitere sechs Monate in der Flasche ruht. Der Einsatz gebrauchter Holzfässer macht den Wein geschmeidiger, ohne die Frische seiner ursprünglichen Fruchtaromen zu verändern. Im Glas präsentiert er sich in einem intensiven Rubinrot. In der Nase entfaltet sich ein reichhaltiges Bouquet von Pflaumen, Kirschen und Veilchen, ergänzt durch Noten süßer Gewürze und schwarzen Pfeffers. Am Gaumen ist er vollmundig und warm. Das Gleichgewicht zwischen der Säure der Barbera und den geschliffenen Tanninen des Nebbiolo macht den Wein lebendig und angenehm zugänglich. Der Abgang ist lang und angenehm würzig. Er verlangt nach geschmacksintensiven Gerichten wie Agnolotti del Plin mit Fleischragout, wobei seine Säure den Gaumen erfrischt. Hervorragend passt er auch zu geschmorter Kalbsbacke oder gereiftem Castelmagno.