Calaluna, der Fiano von Cantine Paololeo, erinnert an den besonderen Zauber der Nächte im Salento, wenn der Mond die Rebzeilen erhellt und die Meeresbrise die von der Nachmittagssonne erwärmte Luft abkühlt. Umspült von zwei Meeren, der Adria und dem Ionischen Meer, ist der Salento eine Region, in der der Weinbau auf eine jahrtausendealte Geschichte zurückblickt, die bis in die Zeit der Griechen reicht. Die Reben wurzeln in kalk- und tonhaltigen Böden sowie in mineralreichen roten Erden. Der Fiano gelangte vor Jahrhunderten nach Apulien und fand hier ideale Bedingungen, um ein einzigartiges, vom kampanischen Fiano abweichendes Profil zu entwickeln. Er benötigt keine anderen Rebsorten als Ergänzung, denn reinsortig vinifiziert bringt er seinen typischen aromatischen Reichtum vollständig zum Ausdruck. Die Weinberge von Paolo Leo werden auf ebenen, gut belüfteten Flächen im Kordonsystem mit Zapfenschnitt bewirtschaftet. Die Weinlese erfolgt in den frühen Morgenstunden, um die Beeren vor der Hitze zu schützen. Im Keller werden die Trauben entrappt und besonders schonend gepresst. Der Most vergärt bei kontrollierter Temperatur in Edelstahltanks. Anschließend reift der Wein etwa drei Monate auf seiner Feinhefe im Edelstahl. Vor der Vermarktung folgt eine kurze Ruhezeit in der Flasche. Diese Vorgehensweise bewahrt die natürliche Frische der Frucht vollständig. Im Glas präsentiert sich der Calaluna in einem leuchtenden Strohgelb mit lebhaften grünlichen Reflexen. In der Nase entfaltet er ein raffiniertes, sonniges Bouquet mit Aromen weißer Blüten wie Jasmin, verbunden mit Noten von grünem Apfel, weißem Pfirsich und Zitrusschalen. Im Nachhall zeigen sich feine Anklänge von frischen Mandeln und mediterranen Kräutern. Am Gaumen ist er trocken, lebendig und angenehm mineralisch-würzig. Die ausgeprägte Säure verleiht ihm einen hervorragenden Trinkfluss und viel Frische. Der Abgang ist klar, anhaltend und erfrischend. Er ist wie geschaffen für klassische Gerichte der mediterranen Meeresküche, von rohen Meeresfrüchten bis hin zu Fischtatar.